11jährige Friesenstute


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Junior Member

Beiträge: 1

Registriert: 17. Mai 2010, 13:51

Beitrag 17. Mai 2010, 14:26

11jährige Friesenstute

Hallo,

ich habe ein bzw. zwei "kleine" Probleme und hoffe, dass ihr mir hier helfen könnt.

Ich habe vor 3 oder 4 Jahren (genau weiß ich es leider nicht mehr) eine Friesenstute kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick von beiden Seiten. Die Besitzerin des Hofes kam völlig überrascht auf mich zu und meinte, ich sei ein Wunderkind, weil sich die Stute von niemandem anfassen lassen würde und äußerst aggressiv sei. Erst wollte ich es nicht glauben, aber als ich ihre abwehrende und auch durchaus aggressive Haltung gegenüber anderen Menschen gesehen habe, habe ich es dann doch geglaubt. Ich hatte (und habe immernoch) die Möglichkeit, diese Stute zu kaufen und würde das auch gerne tun, allerdings fangen hier meine Probleme an:
1) Finanzierung: Da ich noch nicht selber arbeite (ich mache nächstes Jahr mein Abitur), habe ich kein Einkommen und kann das so nicht decken. Ich würde einfach mal gerne von euch wissen, wie ihr eure Pferde finanziert und ob ihr vielleicht eine Möglichkeit findet, wie ich das lösen könnte, denn ich bin einfach ratlos.
2) Alle, mit denen ich über die Stute gesprochen habe, meinen, ich sei total verrückt, dass ich "so ein Pferd" haben möchte. Jetzt die zweite Frage: Denkt ihr auch, dass das ein Fehler wäre, wenn ich irgendwie versuchen würde, die Stute zu kaufen und zu finanzieren? Es war schon immer mein Traum, mit schwierigen Pferden zu arbeiten und mit der Stute würde einfach ein riesiger Traum von mir in Erfüllung gehen. Ich kann sie einfach nicht vergessen, obwohl ich sie bis jetzt nur einmal gesehen habe. Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Ich habe das hier hinein geschrieben, weil ich hoffe, dass mich hier jemand versteht, da ihr ja bestimmt selber mit schwierigen Pferden/Problempferden zu tun habt und ich habe einfach das Gefühl, dass kein anderer (außer hoffentlich euch) versteht, warum mir dieses Pferd so wichtig ist.

Würde mich sehr über baldige Antwort von euch freuen.

LG
Stevie

Junior Member

Beiträge: 707

Registriert: 24. Januar 2008, 14:25

Wohnort: Raum Mainz

Beitrag 25. Mai 2010, 12:05

Re: 11jährige Friesenstute

Hallo Stevie,
also ich habe 2 sogenannte Problempferde und ich kann dir sagen, dass das echt eine ziemlich große Nummer ist.
Aber erst mal zum Finanziellen, dann das ist ja nun leider die Grundvoraussetzung. Ich kann dir leider keien Möglichkeit sagen, wie du an geld so nebenher kommst, außer eben zu jobben und da müsstest du wohl ziemlich viel für nebenbei noch arbeiten gehen. Wieviel Zeit dann neben Schule und Job noch für das Pferd bleibt, ist dann die große Frage.
Von "Deals" mit Stallbesitzern, so von wegen, du arbeitest mit und kannst dafür günsditg einstellen, würde ich abraten, weil so was immer auf den guten Willen gegründet ist und der kann eben sehr schnell aus welchen Gründen auch immer, vorbei seinl. UNd dann stehst du da und musst uU ganz schnell was anderes finden. Dazu kommen Tierarztkosten, die immer mal spontan entstehen können und wenn was ist, willst du dein Pferd ja auch behandeln lassen. Und die Hufe wollen ja auch noch gemacht werden. So ein Pferd ist aus meinr Sicht einfach ein finanzielles Faß ohne Boden. Da muss man schon regelmäßige Geldeingänge haben, um das stemmen zu können und darf dann auch nicht mehr allzuviel andere Wünsche haben.
Aber das ist wirklihc nur meine Erfahrun und meine Meinung und ich will nichts schlecht reden. Das sind einfach meine Erfahrungswerte und ich kann dir sagen, ich muss jeden Cent 3x umdrehen, obwohl wir einen Stall in Eigenregie führen.
Dazu kommt noch, dass du in Ställen, in denen du als Einsteller bist, sehr, sehr viel aushalten musst. Wie du schon sagst, die Leute halten dich für verrückt und die Reaktionen gehen von Unverständis über Mitleid zu guten Tipps usw. Das ist wirklihc nciht zu unterschätzen. Ich war mit meinen zweien auf einem Kurs über 3 tage in einem Stall und das war echt anstrengend, das alles an mir vorbei ziehen uz lassen, obwohl die Leute alel sehr wohlwollend waren.
Auch nciht zu vernachlässigen ist, das nciht jeder Stall für solche Pferde geeignet ist, denn oft haben die Stalbesitzer eben kein Verständnis (oder Ahnung von) für Problempferde. Ich würde meine 2 nicht guten Gewissens Fremden überlassen. Nicht, weil ich eien Kontrollwahn haben, aber ich weiß einfach, dass meine 2 eine gewisse Umgebung und einen Gewissen Umgang mit Menshcne brauchen, damit nichts passiert. Aus Sicht eines Stallbesitzers, der einen reibeungslosen Tagesablauf gewährleisten muss und der auch nur ein begrenztes Zeitkontingent hat, ist ein etwas spezielleres Pferd doch schon eher eine Belastung. Udn das kann man schon auch verstehen, finde ich.
Ich weiß, das klingt nicht so aufmunternt. Aber um langfristig einem solchen Pferd ein zu Hause bieten zu können, muss das Finanzielle (wie geht es auch nach dem Abi weiter? Studierst du? Ziehst du um? Machst du ne Ausbildung udn kannst du dir dann ncoh das Pferd leisten?) sicher sein und du brauchst auch einen Stall udn eine Umgebung, die deinem Pferd gerecht wird. Nicht zu letzt musst du der Aufgabe auch gewachsen sein. ich weiß ja ncihts über dich, deine Kenntnisse, Vorerfahrungen und so. Aber auch hier solltest du über guten Rücklhalt verfügen, da es im Verlauf der Zusammenarbeit immer wieder Rückschläge geben kann.
IOch weiß, wenn man mal so einen Gedanken hat, ist es sehr schwer, da wenigsre emotional drüber nachzudenken. Aber ich denke, du solltest für dich und für das Pferd gut alle Eventualitäten überdenken und dann eben prüfen, ob das etwas für immer sein kann.
So schwer wie das auch fällt...
Viele Grüße, Lizzy.

Junior Member

Beiträge: 2

Registriert: 10. April 2010, 16:36

Beitrag 6. Juni 2010, 17:32

Re: 11jährige Friesenstute

Hi Stevie,
ich meine, die Anschaffung eines Pferdes, welches als Problempferd bezeichnet wird und sich aggressiv zeigt, sollte finanziell nicht so schwierig sein. Du mußt dich in erster Linie um die Unterhaltung eines Pferdes den Kopf zerbrechen. Sicherlich willst du selbst auch das beste für ein Pferd!

Was der Umgang und die Korrektur betrifft, werden für dich ein paar Regeln gelten, die absolut einzuhalten sind!! :

Denke nicht daran, wie dieses Pferd mal sein könnte, denn dann verlierst du die Geduld!
Betrachte so ein Pferd jedesmal neu, wenn du darauf zu gehtst: jede Stimmungsschwankung ist wichtig, um selbst darauf einzugehen!
Betrachte dieses Pferd als eine Art "Lehrer" und lerne, was es dir sagt!

Ich möchte damit sagen, daß du selbst nichts von einem Pferd "verlangen" darfst, sondern du fragst es, ob es mit dir zusammen was machen möchte. Wenn es für dich bereit ist, hast du dich auch von einer Seite dem Pferd gegenüber gezeigt, die Vertrauten bereitet.
Bedenke auch, daß Friesen unwahrscheinlich schnell lernen und das Erlernte nicht so schnell wieder ablegen.
Friesen sind eine der eindrucksvollsten Pferderassen, aber man muß auch selbst bereit für sich sein. Ich wünsche dir alles Gute für dein Ziel!

Viele Grüße

Django

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